Eine Woche voller Ausflüge – unterwegs mit Jahrgang 7  

Vom 28.06-02.07.2021 sollte eigentlich die Klassenfahrt der 7. Klassen u. a. auch auf der Nordseeinsel Norderney stattfinden, die wir leider, bedingt durch die Corona-Pandemie, absagen mussten.

Aber stattdessen fand eine tolle Ausflugswoche in und um Hannover herum statt und einige Schüler*innen konnten die Region Hannover mal ganz aus der Nähe kennen lernen. Bereits aus dem Zug heraus fiel einigen die schöne Landschaft auf, die unsere Landeshauptstadt umgibt.

Es fanden viele tolle Aktionen statt; mal mit einer Klasse allein, mal mit zwei und sogar drei Klassen gemeinsam. Es wurde Mini-Golf in den Herrenhäuser Gärten gespielt, gemeinsam gewandert und gepaddelt, der rote Faden durch Hannovers Innenstadt gegangen, der Zoo Hannover, das Freibad Leinhausen oder eine Trampolinhalle besucht. Die ein oder andere Klasse hat es sich auch in der Schule gemütlich gemacht, die Klassengemeinschaft gestärkt und gemeinsam gespielt.

Einiges wird nachfolgend noch genauer vorgestellt, aber insgesamt haben alle Schüler*innen die Woche gut durchgezogen. Jeden Tag sind Klassen gemeinsam losgewandert, um ihre Ausflugsziele zu erreichen, haben dabei manch einem Regenschauer getrotzt und immer wieder ein Lächeln auf den Gesichtern gehabt.

Die Ausflugswoche begann für die Klassen 7b und die 7e mit einem Besuch im Zoo Hannover, wo die munteren Eisbären in Yukon Bay, viele lebhafte Affen, auf einem Bein stehende Flamingos und viele andere große und kleine Tiere unsere Schüler erwarteten. Am Donnerstag waren auch die 7a und 7d vor Ort, wir mussten feststellen, dass Tiger, Löwe und Giraffe eher wasserscheu sind und bei Regen unter einem Unterstand dösen. Dafür haben die Flusspferde ein ausgiebiges Bad genommen, die Eisbären sind unermüdlich von ihrem Stein gesprungen und die Pinguine haben sich unter Wasser gejagt.

Während die ersten beiden Klassen den Zoo unsicher machten, haben die 7a, 7c und 7d eine gemeinsame, ausgiebige Wanderung durch den Deister unternommen. Bereits bei der Anfahrt fiel einigen die schöne Landschaft auf, die es in der Region Hannover zu sehen gibt. Vor Ort angekommen und zügigen Schrittes losmarschiert, sah die/der ein oder andere den Wald vor lauter Bäumen nicht: „Wie weit noch? Wie lange noch? Sind wir bald da?“. Die Fragen wurden nach der Erkenntnis, dass nicht umgedreht und keiner zurück gelassen wird, immer leiser und unter dem Motto: „Der Weg ist das Ziel“ haben sich alle Schüler*innen tapfer geschlagen und gut durchgehalten.

Ausgehend von dem Bahnhof Egestorf sind wir bis zum Annaturm, einem 28 m hohen Aussichtsturm auf dem Deisterkamm, aufgestiegen. Dort haben wir eine gemeinsame Rast eingelegt. Der Annaturm und auch die Waldgaststätte liegen auf 405 m über NN und sind der höchste Punkt im Deister und immer einen Ausflug wert.

Gut gestärkt und etwas ausgeruht von den „Strapazen des Aufstieges“ ging es nun meist bergab, vorbei an einigen interessanten Figuren im Wald, schlängelnd weiter abwärts und schließlich zur Bahnstation nach Wennigsen. Alle Schüler*innen haben „ihren Weg“ gemeistert, mitunter gut zusammengehalten und auch mal einen fremden Rucksack oder auch einen Mitschüler „huckepack“ getragen. Ein wenig erschöpft, aber glücklich fuhren wir wieder zum Bahnhof Leinhausen zurück.

Bei der Paddeltour in Kanus vom Wasserkraftwerk am Schnellen Graben, nahe des Maschsees, über die Ihme und Leine zur Leineabstiegsschleuse in Limmer wurde dafür viel gesungen und gelacht. Nach dem Abladen der Boote, dem Anlegen der Schwimmwesten und einer kurzen Erklärung der Paddeltechnik ging es auch schon los, schließlich sollte es ja noch gewittern. Während der Muskelkater in unseren Beinen sich jetzt ein wenig erholen konnte, wurde jetzt das Armtraining mit Paddel in der Hand begonnen, aber unsere Kapitäne mussten erstmal navigieren lernen.

Zu Beginn hatte das ein oder andere 3-er oder 4-er Kanu leichte Schwierigkeiten beim Geradeausfahren. Es wurde getestet, ob man in den Büschen am Ufer schneller vorankommt, als wenn man noch einen kleinen Kreis nach dem vorhergehenden Kreis auf dem Schnellen Graben oder der Ihme dreht. Mit der Zeit wurde es immer besser und ein Boot fuhr, mit jetzt richtiger Technik und viel Einsatz, von ganz hinten noch bis nach vorne vor. Andere ließen es entspannter angehen und schafften es so noch von unserem Lehrerinnenzweier „abgeschleppt“ zu werden. Viele haben ein gemeinsames Lied gefunden, sind entspannt gepaddelt, haben noch ein Frühstück auf dem Wasser eingelegt oder die Sehenswürdigkeiten am Ufer betrachtet. Wir kamen am Fußballstadion, dem Ihme-Zentrum (einem Prachtbau des Brutalismus), dem Heizkraftwerk in Linden und der Strandbar gegenüber der alten Bettfedernfabrik auf dem Faustgelände vorbei. Hier mündet die Ihme in die Leine und wir fuhren unter der Schnellwegbrücke hindurch und schafften alle den richtigen Wasserweg einzuschlagen und das Wasserkraftwerk Herrenhausen und das Wehr rechts liegen zu lassen. Auf dem Leine-Abstiegskanal legten wir den letzten Kilometer bis zum Ausstieg zurück.

Unsere starken Jungs halfen noch alle Boote aufzuladen und nachdem alles aufgeräumt und alle umgezogen waren, kam eine große Überraschung angefahren: Pizza für alle!

Gut gestärkt machten wir uns auf den Rückweg, an der frisch sanierten Wasserkunst vorbei, die erst in diesem Frühjahr wieder in Betrieb genommen wurde. Die Wasserkunst wurde vor 300 Jahren erbaut und sollte dazu dienen, die große Fontäne im Großen Garten mit dem nötigen Wasserdruck auszustatten. Die erste funktionsfähige Konstruktion (Höhe der Fontäne 35 m) plante an dieser Stelle kein geringerer als Hannovers Universalgelehrter Gottfried Wilhelm Leibniz. Später wurde die Technik der Wasserkunst noch weiter optimiert, so dass die große Fontäne heute eine Höhe von bis zu 82 m erreicht.

Wir hatten einen schönen Tag, ganz viel Glück mit dem Wetter und viel von Hannover gesehen.

Beim Mini-Golfen konnte unsere Schüler*innen nichts und niemand aufhalten, bereits auf dem Hinweg öffnete der Himmel seine Schleusen und es begann zu regnen….quasi „too much rain over paradise“; schließlich war das Ziel der Mini-Golf Platz in den Herrenhäuser Gärten. Hier trafen sich die bereits „Regen“-Golf spielende 7c, die 7a und die 7d. Unsere Schüler*innen waren mit viel Eifer dabei. Das ein oder andere Mini-Golf-Talent offenbarte sich und versenkte mit nur zwei Schlägen den Ball im Loch.

Die Klasse 7b spielte zum Ende der Woche am Freitag Mini-Golf, während die 7a und 7d gemeinsam das Schwimmbad Leinhausen besuchten und die 7e gemeinsame Übungen zur Stärkung der Klassengemeinschaft durchführte.

Einige lernten in dieser Woche, wozu Regenjacken und Regenschirme gut sind. Aber manch einer erwiderte, etwas irritiert – dafür völlig durchnässt und im strömenden Regen, auf die Frage „Hast du keine Regenjacke dabei?“- „Doch na klar-in meinem Rucksack!“- Na gut, das üben wir noch einmal!

Langsam neigt sich das Schuljahr dem Ende zu und im kommenden Schuljahr werden die jetzigen Siebtklässler zu Achtklässlern, wechseln in ihre neuen Räume am B-Hof und gehören langsam zu den „größeren“ Schülern unserer Schule und das bei jedem Wetter.

Aber bestimmt unternehmt ihr an der IGS Stöcken noch den ein oder anderen Ausflug oder eine gemeinsame Fahrt, vielleicht auch schon die Skifreizeit in Jahrgang 8.

Wir wünschen euch alles Gute, bleibt so wie ihr seid und gebt der Regenjacke eine Chance!

Eure Klassenlehrer*innen des Jahrgangs 7

PS: Vielen Dank an alle Kolleg*innen, die uns bei unseren Ausflügen begleitet haben, es war schön euch „an Board“ zu haben.